Im Zeitraum vom 8.6. bis zum 12.6.2026 waren wir, Sven Miszok, Kianoosh Hosseini, Julian Heber, Arda Yildiz, Karim Javaid, Paul Schäfer, Paul Deutsch und Mico Sharbaji aus dem Powi-Orientierungskurs der E2 zu Besuch bei der Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein, um die diesjährige Projektwoche zu unterstützen.
Im Projekt „Legopolis“ haben wir Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-10 mit kleinen theoretischen Inputs dabei geholfen, ein generelles Grundverständnis von demokratischen Strukturen zu erlangen und dabei auch die gegensätzliche Struktur der Diktatur vorgestellt, um die Wichtigkeit von Demokratie herauszustellen.
Wichtig war es hierbei für uns, die Inhalte einfach zu halten und interaktive Elemente einzubauen, um die Thematik spielerisch an die Kinder und Jugendlichen heranzutragen. So gab es also neben den theoretischen Schlüsselinformationen auch Quizzes, Rollenspiele und interaktive Fallbeispiele zu erleben, um die gelernten Inhalte zu festigen.
Im Vordergrund unserer Inputs standen Werte wie Meinungsfreiheit, gemeinsame Entscheidungsgewalt, Kompromissbereitschaft, Gleichheit, Kommunikation sowie Fairness. Das Ziel war es, die Kinder auf den Bau einer demokratischen Legostadt vorzubereiten. Nachdem unser kleiner Informationspart beendet war, ging es für die Kinder an das Verteilen der Bezirke, das Abklären von Einzelheiten und das Aufstellen einer Verfassung; mittels demokratischer Wahlen bauten sie sich ihr ganz persönliches Regelwerk.
Im Anschluss kam es dann zum lang ersehnten Bau der Stadt, wobei verschiedene Gruppen verschiedene Bezirke nach ihren Wünschen verwirklichten. Dabei arbeiteten sie fleißig im Team und verständigten sich oft mit den anderen Gruppen. Wir selbst standen dabei mit Rat und Tat zur Seite und wurden auch selbst einige Male zu Baumeistern.
Am Ende standen fertige Medizin-, Sicherheits-, Wohn-, Freizeit-, und Regierungsbezirke, die nun zu einer richtigen Stadt zusammengesetzt werden konnten. Zusätzlich zu der bestehenden Verfassung wurden ebenfalls durch Abstimmungen Gesetze für die einzelnen Bezirke, die zuvor durch die jeweiligen Teams entwickelt worden waren, festgelegt. Die Leitung der Abstimmungen und das Niederschreiben der Gesetze übernahmen dabei wir. Zuguterletzt stand noch der Stadtname aus. Eine letzte demokratische Wahl zwischen den Vorschlägen der Kinder sorgte dann für den finalen Schliff und die Festsetzung des Stadtnamens.
Wir blicken auf eine erfolgreiche Projektwoche zurück und sind froh, als Vertreter für unseren PoWi-Orientierungskurs ein wichtiges Verständnis von Demokratie vermittelt haben zu dürfen. Das Ergebnis lässt sich außerdem sehen, die Kinder haben großartige demokratische Städte gebaut und das politische System dahinter im vollen Umfang verstanden. Die Kooperation zwischen Albert-Schweitzer-Schule und Heinrich-Grupe-Schule war erfrischend und bot uns die schöne Möglichkeit, Wissen praktisch an jüngere Schüler auf Augenhöhe zu übermitteln. Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten.
Verfasst durch: Sven Miszok und Kianoosh Hosseini; Plakat: Michèle Hilmes
