96 Schülerinnen und Schüler empfingen am Freitag, dem 19. Juni, unter nicht ganz einfachen klimatischen Bedingungen in der Aula der ASS ihre Abiturzeugnisse und schlossen damit erfolgreich ihre dreizehnjährige Schullaufbahn ab. Dabei hielten die Abiturientinnen und Abiturienten zunächst ihren feierlichen Einzug in die Aula und nahmen nach Tutkursen sortiert ihre reservierten Plätze vor der Bühne ein, während das Orchester das im Titel genannte Lied spielte.

Die Reden

Anschließend gratulierte der Schulleiter Tim Sauerwein den Absolventinnen und Absolventen für das Meistern des langen Weges, der voller Herausforderungen, Anstrengungen, vielleicht auch Zweifel gewesen sei, aber vor allem Entwicklung, Zusammenhalt und eine Menge schöner Erinnerungen gebracht habe. Den Kern seiner Ausführungen bildete dann die Reflexion des Abiturmottos (siehe Überschrift), das er gerne differenziert betrachtet sehen wolle: Gerade in einer Zeit, in der Menschen gegeneinander ausgespielt werden, dürfe Erfolg nicht darin bestehen, alleine zu gewinnen. Polarisierung, Vereinfachung und persönliches Machtstreben führten zum Verlust von Respekt, Verantwortung, dem Blick für das Gemeinsame und letztlich zur Spaltung der demokratischen Gesellschaft. Die Welt, in die die Abiturientinnen und Abiturienten nun aufbrächen, brauche daher Menschen, die differenziert denken und erkennen, dass Stärke vor allem darin liege, anderen Raum zu geben und sie wachsen zu lassen. In diesem Sinne sollten die nunmehr ehemaligen Schülerinnen und Schüler auch künftig die Dinge kritisch durchdenken, Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen, damit alle gemeinsam und nicht nur einzelne zu Gewinnerinnen und Gewinnern werden können.

Danach trat Rieke Paukstat für die SV ans Rednerpult und erinnerte die Abiturientinnen und Abiturienten an den ersten Schultag vor 13 Jahren, als sie alle schon Träume gehabt hätten. Diese hätten sich zwar seitdem verändert, dennoch sei ihr kleines Selbst von damals sicher stolz, dass sie nun alle mit dem Abitur einen großen Traum verwirklicht hätten. Der Weg sei nicht immer einfach gewesen, habe viel Mühe gekostet und auch Zweifel mit sich gebracht, aber letztlich hätten sie alle die Herausforderungen und Umstellungen der Oberstufe angenommen und ihr Ziel auch dank ihrer individuellen Stärken und Schwächen erreicht. Auch wenn sich dieser Moment sich wie ein Abschied anfühle, sei er eigentlich ein Aufbruch in einen weiteren Lebensabschnitt, in dem die Abiturientinnen und Abiturienten ihren eigenen Träumen folgen und so bleiben sollten, wie sie sind.

Zuletzt beglückwünschte Michael Störmer als Vorsitzender des Fördervereins den Abiturientinnen und Abiturienten zum Abitur und zu ihrem Durchhaltevermögen. Dieser Bildungsabschluss sei gleichbedeutend mit einem privilegierten Status, denn nun stünden ihnen nicht nur alle weiteren Bildungs- und Berufswege offen, sie könnten auch davon ausgehen, ihr Leben künftig in stabilen finanziellen Verhältnissen zu verbringen. Daher sei das Abitur nicht nur ein Symbol für Beharrlichkeit bei der Verfolgung von Zielen, sondern beinhalte auch den Auftrag, leistungsbereit zu bleiben, sich für die Gesellschaft als soziale Gemeinschaft einzusetzen, sie zu gestalten und sie gegen Demokratiefeinde zu schützen. Er bedankte sich abschließend auch bei den Eltern, die ihre Kinder gefördert und ermutigt hätten, ihren Weg zu gehen und erfolgreich abzuschließen.
Die Zeugnisse
Nach einem weiteren Orchesterstück begann die Zeugnisausgabe, für die die die Schülerinnen und Schüler namentlich und nach TUT-Kursen auf die Bühne gebeten wurden. Während im Hintergrund Bilder von ihrem ersten Schultag 2013 eingeblendet wurden, erhielten sie dort ihr Zeugnis aus den Händen der Schulleitung und stellten sich anschließend noch für ein Gruppenfoto auf.







Die Ehrungen

Danach ging es an die Ehrungen, bei denen es richtig voll wurde auf der Bühne. Dabei erhielten zunächst die besten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs von Herrn Hund-Göschel das e-fellows Stipendium; ausgezeichnet wurden Bente Wollert, Erik Spitzer, Sarah Noelia Schwarz, Emma Stark, Emelie Feine, Vivana Gomer, Emma Lange, Lorena Marie Lohr, Frieda Marie Alberding, Marie Faupel, Winona-Marie Paskalvis, Remi Leon Peters, Charlotte Reitz, Johannes Rothenburg, Inga Rudolph, Hanna Schmidt, Anastasia Schütz, Juliana Spratte und Henrik Tschachtschal. Anschließend wurden mit Bente Wollert (Notenschnitt 1,0), Erik Spitzer (1,0), Sarah Noelia Schwarz (1,1) und Emma Stark (1,1) die vier besten Schülerinnen und Schüler im Abitur noch einmal gesondert geehrt.

Den Abiturpreis im Fach Chemie verlieh Herr Oetzel an Alexander Bespalov, Gustav Guder und Julia Weis.

Bente Wollert nahm daraufhin den Abiturpreis im Fach Latein für ihr herausragendes Prüfungsergebnis aus den Händen von Herrn lrmer entgegen.

Den Abiturpreis im Fach Mathematik erhielten (Görner/Köder) Marie Faupel und Erik Spitzer, der auch gleich den Abiturpreis im Fach Physik aus den Händen von Herrn Friedrich entgegennehmen konnte.

Zudem empfing er von Herrn Hund-Göschel den Abiturpreis im Fach Politik & Wirtschaft.

Dieser ehrte dann Sophie Kern, Emma Lange und Xenja Carmina Ludwig mit dem Abiturpreis im Fach evangelische Religion, bevor Herr Irmer Laura Dietrich, Marie Faupel, Winona-Marie Paskalvis und Sarah Noelia Schwarz den Abiturpreis im Fach katholische Religion überreichte.

Für ihre engagierte Mitarbeit in der SV zeichnete Herr Kleinpeter Rieke Paukstat, Ayham Al Hnawi, Konstantin Bachmann, Chiara Döring, Marie Faupel, Ingo Fleckenstein, Anika Guber, Nele Rädiker, Aaron Schäfer und Bente Wollert aus.

Zuguterletzt bedankte sich Frau Menzel bei William König, Remi Leon Peters und Erik Spitzer für ihre Mitwirkung im Orchester und überreichte ihnen noch ein Geschenk, bevor das Orchester mit einem letzten Musikstück die Veranstaltung beendete.

